Jahreshauptversammlung

Ein Rückblick auf das Jahr 2018

Unser Ortsgruppenvorsitzender Markus Leiter begrüßte die Mitglieder und Gäste der Jahreshauptversammlung 2018. Er zeigte in einem kurzen Beitrag die Eckpunkte des Jahres 2018 auf und bedankte sich bei allen für die geleistete Arbeit. Bekanntlich wird es immer mehr und dies machte sich auch an der Statistik bemerkt, die der Technische Leiter Christopher Hoffmann vorstellte.

Frederik Riedel gab einen Überblick über die 71 Einsätze im Jahr 2018. Der stellvertretende Technische Leiter erläuterte in seinem Beitrag, dass die Uttinger Wasserretter immer mehr Einsätze zu bewältigen haben. Bereits im März ging es im vergangenen Jahr los und der letzte Einsatz war erst im Dezember zu bewältigen.

Im Grußwort von Bürgermeister Josef Lutzenberger wurde deutlich, wie wichtig die Wasserwacht für den Ort, die Gäste und den ganzen Ammersee ist. Er bedankte sich für die herausragende Arbeit. Auch Vorsitzender der Kreis-Wasserwacht Landsberg, Frank Böhm, schloss sich den Grußworten des Bürgermeisters an und lobte die extrem hohe Aktivität der Ortsgruppe. Als Ortsgruppe kann man sichtlich stolz sein, wenn man neben den eigenen Aufgaben auch noch anderen unter die Arme greifen kann. So helfen die Uttinger aktiv in den mobilen Schnelleinsatzgruppen von Schondorf und Dießen mit, unterstützen beim Triatlon in Dießen, leisten Sanitätsdienste ab und helfen letztlich auch im Rheinland beim Karneval mit.

Zum Abschluss der Versammlung wurden verdiente aktive Mitglieder geehrt.

Bericht des Kreisboten über die Jahreshauptversammlung 2019.

Hilfe für das Rheinland

Uttinger Wasserretter unterstützen beim Karneval

In den Wintermonaten sind die Uttinger Wasserretter nicht so stark gefordert, wie zur Hochsaison im Sommer. Nur sechs der 71 Einsätze fanden 2018 außerhalb der Badesaison statt. Diese erfahrungsgemäß ruhige Zeit nutzten wir daher zum wiederholten Male, um die Kameraden des Deutschen Roten Kreuzes in Bornheim über die Faschingstage zu unterstützen. Zehn Einsatzkräfte der Wasserwacht Utting traten für fünf Tage Ihren Dienst an verschiedenen sanitätsdienstlichen Absicherungen an.

Unsere Sanitäter/innen unterstützen dabei – mit Ausnahme vom Samstag – verschiedene Karnevalsumzüge. Hierfür wurde in einigen Fälle eine Unfallhilfsstelle, bestehend aus Einsatzzelten und Behandlungsplätzen, errichtet. Von den Unfallhilfsstellen aus formierten sich Teams um bei den Karnevalsumzügen hilfsbedürftigen Personen zur Hilfe zu eilen.

Am Samstag fand im Bereich Bornheim kein Karnevalstreiben statt und somit waren die Uttinger Helfer bei einem Bundesligafußballspiel zur Absicherung eingesetzt. Bayer Leverkusen 04 gegen Freiburg im Leverkusener Stadion. Aufgrund der einheitlichen Behandlungsabläufe in der Notfallmedizin ist es für die ortsfremden Sanitäter kein Problem Hand-in-Hand mit den rheinländischen Einsatzkräften zu arbeiten.

Die „Bayern“ erwartete erfahrungsgemäß eine hohe Gastfreundschaft in Bornheim. Wir möchten uns an dieser Stelle nochmal für die gute Zusammenarbeit und die herzliche Aufnahme in ihrem Rotkreuz-Heim bedanken

Neun der zehn Helfer in der BayArena in Leverkusen
Absicherung des Bornheimer Karnevalszugs – DRK Bornheim und Wasserwacht Utting Hand-in-Hand

Reanimationsausbildung

Grundschulung AED in Landsberg

Drei Ausbilder der Wasserwacht Utting führten am vergangenen Wochenende eine Grundschulung für den Einsatz des AED (Automatisierter externer Defibrillator) in der Wasserrettung durch. Der Lehrgang erfolgte in Zusammenarbeit mit der Kreis-Wasserwacht Landsberg.

19 Teilnehmer aus verschiedensten Ortsgruppen lernten in theoretischen und praktischen Unterrichtseinheiten die Abläufe der Wiederbelebung und die Arbeitsweise der AEDs kennen.

Ein besonderes Augenmerk legten die Ausbilder auf die lebensrettenden Basismaßnahmen bei der Wiederbelebung. So trainierten die Teilnehmer neben dem Erwachsenen auch in der Reanimation von Kindern und Säuglingen.

Über 150 Christbäume gesammelt

KNUT 2019 in Utting

Am vergangenen Samstag sammelten unsere Mitglieder wieder die Uttinger Christbäume. Gegen eine kleine Gebühr von 4,- Euro konnte die Abholung im Vorfeld gebucht werden. Besonders war dabei in diesem Jahr, dass es zum ersten Mal möglich war, die Buchung – neben dem herkömmlichen Kauf in einer der lokalen Apotheken oder den Banken – komplett online durchzuführen. Insgesamt gingen so – digital und analog – mehr als 150 Christbaum-Banderolen über die Ladentheke.

Wir sagen Danke!

Alle Einnahmen aus der Aktion werden genutzt, um damit unsere Arbeit im Rahmen des Wasserrettungsdienstes am Ammersee und unsere Jugendgruppe finanziell zu unterstützen. Daher möchten wir uns an dieser Stelle recht herzlich bei allen Uttingern bedanken, die uns mit dem Kauf einer Baum-Banderole unterstützt haben.
Ebenso geht ein großes Dankeschön an die Ammersee Apotheke, die Apotheke am Dorfbrunnen, die Sparkasse Landsberg-Dießen und die VR-Bank Landsberg-Ammersee eG, die uns auch dieses Jahr wieder durch den Vertrieb der Banderolen halfen, sowie die TEXAS TRADING GmbH aus Windach, die uns kostenfrei ein Zugfahrzeug und mehrere Autoanhänger zur Verfügung stellte.

Wasserwacht Christbaumsammeln 2019 Utting

Wir helfen gemeinsam!

Unterstützung für die Katastrophen-Landkreise in Südbayern

Die enormen Schneefälle der letzten Zeit versetzten viele Regionen Bayerns in einen Ausnahmezustand. Ganze Ortschaften wurden zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten, die Massen an nassem Altschnee bedrohten die Statik diverser Gebäude. Daher wurden überregionale Hilfskontingente in die betroffenen Landkreise gerufen, um bei der Bewältigung der Ernsten Lage zu helfen.

So waren auch Kräfte der Wasserwacht Utting waren im Einsatz, um bei der Bewältigung der Schneemassen in den Katastrophen-Landkreisen zu helfen.

Bilder: DLRG Bayern

Zu jeder Jahreszeit im Einsatz

Kite-Surfer halten die Einsatzkräfte am Ammersee auf Trab

In der Regel beschränken sich die Einsätze bei der Wasserwacht aber sehr stark auf die warmen Monate, da in dieser Zeit verständlicherweise deutlich mehr Schimmer, Segler und andere Wassersportler auf und an dem See unterwegs sind. Nicht so in den vergangenen Tagen. Immer wieder wurden wir – gemeinsam mit diversen anderen Rettungskräften – in die Herrschinger Bucht alarmiert, um dort entkräfteten oder in Not geratenen Kite-Surfern zu helfen.
Glücklicherweise kam es dabei nie zu schwerwiegenden Notfällen, da die Wassersportler meist sehr gut gegen die Kälte gerüstet sind.

Ganzjährig einsatzbereit

Eines zeigen die Einsätze rund um die Surfer in der Herrschinger Bucht aber ganz deutlich: Es ist wichtig, dass unsere Einsatzkräfte ganzjährig einsatzbereit sind, denn Notfälle kennen keine Jahreszeit.

Wasserwacht Utting Herrschen und Feuerwehr im Einsatz auf dem Ammersee

Zurück im Wasser

Unser Rettungsboot ist wieder im Einsatzdienst

Über mehrere Wochen hinweg war unser Boot aufgrund eines Defektes an der Trimmverstellung des Z-Antriebs außer Dienst. In diesem Zeitraum war das Ersatzboot des Bezirksverbandes Oberbayern bei uns im Einsatz, damit wir trotz dem Ausfall unseres eigenen Bootes weiterhin einsatzfähig für den Wasserrettungsdienst im Bereich Utting bleiben konnten. Für die Reparatur musste unser Boot geslippt und auf einem Anhänger in die Werkstatt gebracht werden, was bei einem Motorboot in dieser Größenordnung keinen ganz unerheblichen Aufwand darstellt. Doch der Einsatz zahlte sich aus, das Rettungsboot ist seit Samstag, dem 27.10.18, wieder einsatzklar an der Station.

Bereits am Sonntag, den 28.10.18, war unser Boot wieder im Namen der Wasserwacht unterwegs. Wir unterstützten die Lehrgruppe Motorboot des Wasserwacht-Bezirks Oberbayern beim praktischen Teil ihrer Herbsttagung in Herrsching.

Einsatzboot der Wasserwacht Utting

An dieser Stelle geht ein riesengroßes Dankeschön an die Wasserwacht Dießen, die uns immer absolut unkompliziert ein Zugfahrzeug zum Slippen unseres Bootes bereitstellten.

Warum seit Wochen ein fremdes Boot in unserer Garage steht…

…oder weshalb unser Rettungsboot gerade an einer Boje vor Holzhausen hängt

Der eine oder andere mag sich schon gewundert haben, warum man uns derzeit meist mit einem fremden Boot sieht. Seit mehreren Wochen sind wir bereits mit dem Ersatzboot des Wasserwacht-Bezirks Oberbayern, das normalerweise in Fürstenfeldbruck steht, unterwegs. Der Grund dafür ist, dass unser Boot einen Defekt an dem Trimm, also der Höhenverstellung der Schraube hat. Durch verschiedene Erschwernisse zieht sich die Reperatur des Fehlers leider etwas hin. Wir sind aber positiv gestimmt, dass das Problem in den nächsten 1-2 Wochen behoben werden kann.

Solange wird auf jeden Fall noch das Ersatzboot aus Fürstenfeldbruck bei uns bleiben, damit wir trotz dem Defektes an unserem eigentlichen Boot weiterhin einsatzfähig für den Wasserrettungsdienst auf dem Ammersee sind.

Update: Inzwischen ist unser Rettungsbootboot wieder vollständig Einsatzbereit.

Das Ersatzboot aus Fürstenfeldbruck.

Ein Leben retten

Aktion am Uttinger Bahnhof

Anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ vom 17. bis 23.09.2018 initiierte die Wasserwacht Utting am 18.09.2018 einen Aktionstag unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ im Uttinger Bahnhof.

Mit dem öffentlichen Reanimationstraining im Bahnhof setzt die Wasserwacht ein Zeichen: Reanimation ist einfach. Jeder kann ein Leben retten! „Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen – deshalb sollte auch jeder in der Lage sein, im Notfall einfache und lebensrettende Sofortmaßnahmen zu ergreifen“, erklärt Dr. Birgit Bachl, örtliche Wasserwacht-Notärztin. Die Hemmschwelle jemand Fremden zu helfen, ist noch einmal höher als bei Personen aus dem persönlichen Umfeld. Insgesamt beteiligten sich knapp 50 Personen und erhielten ein kostenfreies Reanimationstraining. Viele waren neugierig, schauten zu und wollten letztendlich ihre Reanimationsfähigkeiten selbst auffrischen!“, erzählt Frederik Riedel, stellv. technischer Leiter der Ortsgruppe. Die Aktion in Utting hat das Bewusstsein für Erste Hilfe geschärft und zum Handeln im Notfall motiviert.

Zwar sind die Fälle, in denen einfache, aber lebensrettende Maßnahmen ergriffen werden, seit Einführung der „Woche der Wiederbelebung von 17 auf 40,6 % angestiegen. Dennoch ist die Helferquote in Deutschland im internationalen Vergleich zu gering. Die Mund-zu-Mund-Beatmung, vor der sich viele ekeln, ist bei der Wiederbelebung zweitrangig: Mit einer Herz-Druck-Massage werden Gehirn und Organe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ausreichend mit Sauerstoff versorgt. „Durch eine regelmäßig stattfindende „Woche der Wiederbelebung“ können wir sicherlich dazu beitragen, die Wiederbelebungsquote in Deutschland zu erhöhen“, so die Notfallmedizinerin Bachl. 

Die lebensrettende Devise lautet „Prüfen. Rufen. Drücken!“: Prüfen, ob die Person noch atmet. Unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 den Rettungsdienst rufen. Fest und mindestens 100 Mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft. „Mit der Erhöhung der Wiederbelebungsrate durch Laienhelfer könnten in Deutschland jährlich ca. 5.000 Menschenleben gerettet werden“, sagt Dr. Bachl. So werden Hemmschwellen in der Bevölkerung vor der Ersten Hilfe abgebaut und die Wiederbelebungsrate in Deutschland gesteigert. „Denn Reanimation ist einfach – Jeder kann ein Leben retten!“, fasst Frederik Riedel zusammen.

Foto: Linus Kohl

Grafik: BDA/DGAI

Auch unter der Woche im Dienst

Mehrere Einsätze für die Uttinger Wasserretter

Dank Urlaub und Schichtdienst hatten zwei Mitglieder unserer Ortsgruppe am heutigen Dienstag frei. Sie machten daher spontan Dienst an der Wasserrettungsstation im Uttinger Freizeitgelände.
Gegen 12:30 Uhr klingelte dann der Piepser. Die mobile Schnelleinsatzgruppe (SEG) der Wasserwacht Schondorf wurde an den Wörthsee zu einer Vermisstensuche alarmiert, dabei rückten die Uttinger in der SEG Schondorf als Signalmänner (Leinenfürer für die Rettungstaucher) aus. Gemeldet waren zwei treibende SUP-Boards, weshalb zwei möglicherweise verunglückte Wassersportler gesucht wurden. Nachdem der See eine knappe Stunde durch mehrere Rettungsboote und einen Hubschrauber abgesucht wurde, stellte sich heraus, dass die beiden Surfbretter bei einem örtlichen Segelclub abgetrieben waren. Folglich wurde die Suche eingestellt. Die Einsatzkräfte konnten einrücken und unsere Helfer besetzten wieder die Station am Uttinger Campingplatz.
Dort verletzte sich im Laufe des Nachmittags ein Junge beim Sprung ins seichte Wasser am Kopf. Die Uttinger Wasserretter versorgten ihn und übergaben ihn an seine Eltern, die umgehend mit ihm ins Krankenhaus fuhren.

Was tun, wenn die Stationen gerade nicht besetzt sind?

Die Wasserwacht versieht ihren Dienst rein ehrenamtlich. Unsere Stationen werden normalerweise im Sommer an Wochenenden und Feiertagen besetzt. Zusätzlich auch immer wieder unter der Woche, wenn unsere Helfer entsprechend von ihrer eigentlichen Arbeit frei haben.
Natürlich können Sie uns in Notfällen auch immer rufen, wenn unsere Stationen nicht besetzt sind. Dann wählen Sie einfach den Notruf 112 und wir werden sofort durch die Rettungsleitstelle alarmiert. Unsere Einsatzkräfte werden per Piepser und SMS über den Alarm informiert und rücken so zu jeder Tages- und Nachtzeit innerhalb weniger Minuten aus um Ihnen schnellstmöglich zu helfen.
Dafür werden die Wasserwachtler – genau wie bei der freiwilligen Feuerwehr auch – von ihrer Arbeit freigestellt um zu helfen. So ist sichergestellt, dass im Notfall auch tagsüber genügend Einsatzkräfte kommen.