Wir helfen gemeinsam!

Unterstützung für die Katastrophen-Landkreise in Südbayern

Die enormen Schneefälle der letzten Zeit versetzten viele Regionen Bayerns in einen Ausnahmezustand. Ganze Ortschaften wurden zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten, die Massen an nassem Altschnee bedrohten die Statik diverser Gebäude. Daher wurden überregionale Hilfskontingente in die betroffenen Landkreise gerufen, um bei der Bewältigung der Ernsten Lage zu helfen.

So waren auch Kräfte der Wasserwacht Utting waren im Einsatz, um bei der Bewältigung der Schneemassen in den Katastrophen-Landkreisen zu helfen.

Bilder: DLRG Bayern

Knut!

Christbaumsammeln 2019

Auch kommendes Jahr sammeln wir wieder die Uttinger Christbäume. Alle Erlöse aus der Aktion kommen der Wasserwacht Utting zu Gute.

Die Bäume bitte am 19.01.19 bis spätestens 9:00 Uhr abgeschmückt und mit Banderole versehen gut sichtbar an den Straßenrand legen.

Banderolen können Anfang Dezember an folgenden Stellen für 4,- € erwerben:

  • Sparkasse Landsberg-Dießen in Utting
  • VR Bank Landsberg-Ammersee eG Utting
  • Apotheke am Dorfbrunnen
  • Ammersee-Apotheke
  • Bestellung per Email & Zahlung via PayPal

Bestellungen und Fragen an: knut@wasserwacht-utting.de

Zu jeder Jahreszeit im Einsatz

Kite-Surfer halten die Einsatzkräfte am Ammersee auf Trab

In der Regel beschränken sich die Einsätze bei der Wasserwacht aber sehr stark auf die warmen Monate, da in dieser Zeit verständlicherweise deutlich mehr Schimmer, Segler und andere Wassersportler auf und an dem See unterwegs sind. Nicht so in den vergangenen Tagen. Immer wieder wurden wir – gemeinsam mit diversen anderen Rettungskräften – in die Herrschinger Bucht alarmiert, um dort entkräfteten oder in Not geratenen Kite-Surfern zu helfen.
Glücklicherweise kam es dabei nie zu schwerwiegenden Notfällen, da die Wassersportler meist sehr gut gegen die Kälte gerüstet sind.

Ganzjährig einsatzbereit

Eines zeigen die Einsätze rund um die Surfer in der Herrschinger Bucht aber ganz deutlich: Es ist wichtig, dass unsere Einsatzkräfte ganzjährig einsatzbereit sind, denn Notfälle kennen keine Jahreszeit.

Wasserwacht Utting Herrschen und Feuerwehr im Einsatz auf dem Ammersee

Zurück im Wasser

Unser Rettungsboot ist wieder im Einsatzdienst

Über mehrere Wochen hinweg war unser Boot aufgrund eines Defektes an der Trimmverstellung des Z-Antriebs außer Dienst. In diesem Zeitraum war das Ersatzboot des Bezirksverbandes Oberbayern bei uns im Einsatz, damit wir trotz dem Ausfall unseres eigenen Bootes weiterhin einsatzfähig für den Wasserrettungsdienst im Bereich Utting bleiben konnten. Für die Reparatur musste unser Boot geslippt und auf einem Anhänger in die Werkstatt gebracht werden, was bei einem Motorboot in dieser Größenordnung keinen ganz unerheblichen Aufwand darstellt. Doch der Einsatz zahlte sich aus, das Rettungsboot ist seit Samstag, dem 27.10.18, wieder einsatzklar an der Station.

Bereits am Sonntag, den 28.10.18, war unser Boot wieder im Namen der Wasserwacht unterwegs. Wir unterstützten die Lehrgruppe Motorboot des Wasserwacht-Bezirks Oberbayern beim praktischen Teil ihrer Herbsttagung in Herrsching.

Einsatzboot der Wasserwacht Utting

An dieser Stelle geht ein riesengroßes Dankeschön an die Wasserwacht Dießen, die uns immer absolut unkompliziert ein Zugfahrzeug zum Slippen unseres Bootes bereitstellten.

Warum seit Wochen ein fremdes Boot in unserer Garage steht…

…oder weshalb unser Rettungsboot gerade an einer Boje vor Holzhausen hängt

Der eine oder andere mag sich schon gewundert haben, warum man uns derzeit meist mit einem fremden Boot sieht. Seit mehreren Wochen sind wir bereits mit dem Ersatzboot des Wasserwacht-Bezirks Oberbayern, das normalerweise in Fürstenfeldbruck steht, unterwegs. Der Grund dafür ist, dass unser Boot einen Defekt an dem Trimm, also der Höhenverstellung der Schraube hat. Durch verschiedene Erschwernisse zieht sich die Reperatur des Fehlers leider etwas hin. Wir sind aber positiv gestimmt, dass das Problem in den nächsten 1-2 Wochen behoben werden kann.

Solange wird auf jeden Fall noch das Ersatzboot aus Fürstenfeldbruck bei uns bleiben, damit wir trotz dem Defektes an unserem eigentlichen Boot weiterhin einsatzfähig für den Wasserrettungsdienst auf dem Ammersee sind.

Update: Inzwischen ist unser Rettungsbootboot wieder vollständig Einsatzbereit.

Das Ersatzboot aus Fürstenfeldbruck.

Ein Leben retten

Aktion am Uttinger Bahnhof

Anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ vom 17. bis 23.09.2018 initiierte die Wasserwacht Utting am 18.09.2018 einen Aktionstag unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ im Uttinger Bahnhof.

Mit dem öffentlichen Reanimationstraining im Bahnhof setzt die Wasserwacht ein Zeichen: Reanimation ist einfach. Jeder kann ein Leben retten! „Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen – deshalb sollte auch jeder in der Lage sein, im Notfall einfache und lebensrettende Sofortmaßnahmen zu ergreifen“, erklärt Dr. Birgit Bachl, örtliche Wasserwacht-Notärztin. Die Hemmschwelle jemand Fremden zu helfen, ist noch einmal höher als bei Personen aus dem persönlichen Umfeld. Insgesamt beteiligten sich knapp 50 Personen und erhielten ein kostenfreies Reanimationstraining. Viele waren neugierig, schauten zu und wollten letztendlich ihre Reanimationsfähigkeiten selbst auffrischen!“, erzählt Frederik Riedel, stellv. technischer Leiter der Ortsgruppe. Die Aktion in Utting hat das Bewusstsein für Erste Hilfe geschärft und zum Handeln im Notfall motiviert.

Zwar sind die Fälle, in denen einfache, aber lebensrettende Maßnahmen ergriffen werden, seit Einführung der „Woche der Wiederbelebung von 17 auf 40,6 % angestiegen. Dennoch ist die Helferquote in Deutschland im internationalen Vergleich zu gering. Die Mund-zu-Mund-Beatmung, vor der sich viele ekeln, ist bei der Wiederbelebung zweitrangig: Mit einer Herz-Druck-Massage werden Gehirn und Organe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ausreichend mit Sauerstoff versorgt. „Durch eine regelmäßig stattfindende „Woche der Wiederbelebung“ können wir sicherlich dazu beitragen, die Wiederbelebungsquote in Deutschland zu erhöhen“, so die Notfallmedizinerin Bachl. 

Die lebensrettende Devise lautet „Prüfen. Rufen. Drücken!“: Prüfen, ob die Person noch atmet. Unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 den Rettungsdienst rufen. Fest und mindestens 100 Mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft. „Mit der Erhöhung der Wiederbelebungsrate durch Laienhelfer könnten in Deutschland jährlich ca. 5.000 Menschenleben gerettet werden“, sagt Dr. Bachl. So werden Hemmschwellen in der Bevölkerung vor der Ersten Hilfe abgebaut und die Wiederbelebungsrate in Deutschland gesteigert. „Denn Reanimation ist einfach – Jeder kann ein Leben retten!“, fasst Frederik Riedel zusammen.

Foto: Linus Kohl

Grafik: BDA/DGAI

Auch unter der Woche im Dienst

Mehrere Einsätze für die Uttinger Wasserretter

Dank Urlaub und Schichtdienst hatten zwei Mitglieder unserer Ortsgruppe am heutigen Dienstag frei. Sie machten daher spontan Dienst an der Wasserrettungsstation im Uttinger Freizeitgelände.
Gegen 12:30 Uhr klingelte dann der Piepser. Die mobile Schnelleinsatzgruppe (SEG) der Wasserwacht Schondorf wurde an den Wörthsee zu einer Vermisstensuche alarmiert, dabei rückten die Uttinger in der SEG Schondorf als Signalmänner (Leinenfürer für die Rettungstaucher) aus. Gemeldet waren zwei treibende SUP-Boards, weshalb zwei möglicherweise verunglückte Wassersportler gesucht wurden. Nachdem der See eine knappe Stunde durch mehrere Rettungsboote und einen Hubschrauber abgesucht wurde, stellte sich heraus, dass die beiden Surfbretter bei einem örtlichen Segelclub abgetrieben waren. Folglich wurde die Suche eingestellt. Die Einsatzkräfte konnten einrücken und unsere Helfer besetzten wieder die Station am Uttinger Campingplatz.
Dort verletzte sich im Laufe des Nachmittags ein Junge beim Sprung ins seichte Wasser am Kopf. Die Uttinger Wasserretter versorgten ihn und übergaben ihn an seine Eltern, die umgehend mit ihm ins Krankenhaus fuhren.

Was tun, wenn die Stationen gerade nicht besetzt sind?

Die Wasserwacht versieht ihren Dienst rein ehrenamtlich. Unsere Stationen werden normalerweise im Sommer an Wochenenden und Feiertagen besetzt. Zusätzlich auch immer wieder unter der Woche, wenn unsere Helfer entsprechend von ihrer eigentlichen Arbeit frei haben.
Natürlich können Sie uns in Notfällen auch immer rufen, wenn unsere Stationen nicht besetzt sind. Dann wählen Sie einfach den Notruf 112 und wir werden sofort durch die Rettungsleitstelle alarmiert. Unsere Einsatzkräfte werden per Piepser und SMS über den Alarm informiert und rücken so zu jeder Tages- und Nachtzeit innerhalb weniger Minuten aus um Ihnen schnellstmöglich zu helfen.
Dafür werden die Wasserwachtler – genau wie bei der freiwilligen Feuerwehr auch – von ihrer Arbeit freigestellt um zu helfen. So ist sichergestellt, dass im Notfall auch tagsüber genügend Einsatzkräfte kommen.

Verunglückter Segler gefunden

Gemeinsame Bergung mit Wasserschutzpolizei

Am Montag, den 2. Juli, führte die Wasserschutzpolizei Dießen, gemeinsam mit Spezailkräften der Polizei aus Prien am Chiemsee, der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck und einem privaten Tauchunternehmen die Bergung des zehn Tage vorher ertrunkenen Seglers durch. Dieser war bei einem schweren Unwetter nach der Kenterung seines Segelbootes untergegangen.
Für die Bergung wurde ein spezieller Tauchroboter eingesetzt. Mit diesem konnte der Leichnam, der in einer Tiefe von circa 60 Metern auf dem Grund des Ammersees lag, an die Wasseroberfläche gehoben werden. Dort wurde er anschließend mit der Unterstützung von zwei Uttinger Wasserrettern auf das Dießener Polizeiboot WSP 7 geborgen. Anschließend konnte der Verstorbene am Dampfersteg Holzhausen an Land gebracht werden.

Was macht eigentlich die Wasserwacht?

Uttinger Grundschüler besuchen die Uttinger Wasserretter

Im Rahmen  der anstehenden Projektwoche zum Thema „Heimat“ besuchten die fünf Klassen der Uttinger Grundschule mit  rund 80 Kindern unsere Wasserrettungsstation am Sprungturm, um sich über die Aufgabengebiete und Vorgehensweisen der Wasserwachten am Ammersee zu informieren.

Da der Sommer vor der Tür steht, ist der Ammersee neben der Fußball  Weltmeisterschaft ein zentrales Thema für die ortsansässigen Kinder. Oftmals geht es bei den jungen Besuchern darum, wer sich mit wem zum Schwimmen verabredet oder von welcher Höhe man sich traut vom Sprungturm zu springen.

Diese Klassenstufenübergreifende Begeisterung für den Ammersee lies sich gut nutzen, um den Kindern die Arbeit der Wasserwacht näher zu bringen. Mit den Gefahren des Ammersees und der Sicherheit auf und im Wasser haben sich die meisten Kinder jedoch noch kaum beschäftigt, doch die spannenden und abwechslungsreichen Aufgaben der Wasserwacht am Ammersee faszinierten die Grundschüler durchaus.

Die Schüler bekamen von vier erfahrenen aktiven Mitgliedern der uttinger Ortsgruppe die Rettungsausrüstung sowie das Motorrettungsboot gezeigt, sie lernten die Grundlagen der Wasserwacht und der Wasserrettung kennen.

Insgesamt war es ein spannender und informationsreicher Vormittag für alle Beteiligten.

Ausbildung, Wachdienst und Maifest

Viele Veranstaltungen fordern Wasserwacht Utting

Ein intensives und langes Wochenende liegt hinter den aktiven der Uttinger Wasserwacht. Am Samstag, den 28.04. wurden zwei erfahrene Bootsführer zu Praxisanleitern für den Bootsdienst ausgebildet. Bei dem Kurs in Schondorf wurden ihnen die entscheidenden Details für die Ausbildung neuer Bootsführer vermittelt. Parallel war die Wasserrettungsstation im Strandbad natürlich an dem gesamten Wochenende, sowie am ersten Mai besetzt. Die Einsatzkräfte arbeiteten dabei mehrere Einsätze ab.

Maifest

Samstagabend begann außerdem noch das Uttinger Maifest, auf dem wir bis Montag spätabends den Ausschank besetzten. Zusätzlich gestalteten wir am Sonntag den Nachmittag den Tag der Vereine mit, indem wir Kinderschminken anboten und die Arbeit der Wasserwacht vorstellten. Diese stand ganz im Zeichen des Notrufs 112, da es uns ein großes Anliegen ist, das Bewusstsein für den europaweit einheitlichen Notruf zu stärken. So ist leider unter vielen Wassersportlern und Ammersee-Freunden nicht bekannt, dass im Falle eines medizinischen Notfalls immer Hilfe kommt – und das unabhängig davon, ob man gerade in den Bergen, zuhause oder auf dem See ist.