Kommunikation

Begriff „BOS Funk“

Zur Kommunikation stehen den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (kurz BOS) eigene Funksysteme zur Verfügung. Bekannte Vertreter der BOS sind z.B.  Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, und natürlich auch die Wasserwacht.

BOS-Analogfunk

Über viele Jahre diente uns das Analoges Funksystem (4m-Funk) der Kommunikation mit der Leitstelle. Die Wasserwacht befand sich aus Kapazitätsgründen auf dem selben Kanal wie der gesamte Rettungsdienst der Landkreise Dachau, Fürstenfeldbruck, Landsberg und Starnberg. Daher konnten bei großen Einsätzen die Gesprächskapazitäten sehr eng werden. Abhören des BOS-Funks ist verboten, im Analogfunk allerdings schon mit frei verkäuflichen Funkempfängern möglich.

Für den Einsatzstellenfunk existiert ein weiteres Funksystem (2m-Funk), eine Kommunikation mit der Leitstelle war den
Einsatzkräften nicht möglich. Im 2m-Funk ist die Reichweite des Gespräches von der Leistung des Gerätes abhängig. Ein Gespräch zwischen Wasserrettungsstation und Boot war nicht im gesamten Einsatzgebiet möglich.

Digitalfunk

Um die BOS mit einem zeitgemäßen Funksystem auszustatten, wurde in Deutschland ein gemeinsames Digitalfunknetz nach europäischem TETRA-Standard aufgebaut. Vorübergehend dient das Analogfunksystem noch als Rückfallebene, in den kommenden Jahren wird der Digitalfunk den Analogfunk vollständig ablösen.

Am 16.11.2015 wurde in unsere Ortsgruppe auf Digitalfunk umgestellt. Durch diese Umstellung ergeben sich etliche Vorteile für unsere Einsatzkräfte, einige wollen wir hier nennen:

  • Die Wasserwacht hat nun eine eigene Sprechgruppe für den Landkreis. Dadurch ist es deutlich einfacher geworden die für uns wichtigen Funksprüche zu erfassen.
  • Die Kommunikation findet vorrangig im „Netzmodus“ statt, hier ist die Kommunikation sowohl unter den Helfern als auch mit der Leitstelle möglich. Die Reichweite des Gespräches ist, ähnlich wie im Handynetz, nicht auf die Entfernung der Teilnehmer beschränkt.
  • Mit Funkempfängern kann zwar weiterhin das Funksignal abgehört werden, aus dem Lautsprecher tönt aber nur noch ein gleichmäßiges rattern. Zum Abhören muss das Signal komplex per Software aufbereitet werden, ein unberechtigtes Abhören ist nahezu ausgeschlossen.
  • Sensiblen Daten, wie genaue Einsatzörtlichkeiten, sind somit Zeitgemäß geschützt.
  • Einsatzkräfte bekommen von der Leitstelle Kurznachrichten (ähnlich SMS) mit einsatzrelevanten Daten.
  • In jeder Basisstation können je nach Ausbaustufe zwischen 7 – 30 Gespräche gleichzeitig stattfinden. Dadurch gewinnen wir viel Kapazität.
  • Für Großeinsätze sind Ausweichgruppen vorgesehen, um den Sprechfunk zu entlasten