Arbeitsreicher Pfingstmontag für die Wasserwacht

Ein Unwetter, wie es am Montag über den See zog, gab es schon lange nicht mehr. Innerhalb weniger Augenblicke wurde der Himmel pechschwarz, nur Minuten später war das Wetter bereits da. Hagelkörner, teilweise so groß wie Golfbälle prasselten auf uns herab. Hier im Video ist zu sehen, was sich mit Worten nur schwer beschreiben lässt:

Die Wucht der Körner war so groß, dass einige Dachplatten auf unserer Bootsgarage zersprangen. Dabei war sofort allen Einsatzkräften klar, dass wir erst auf den See fahren könnten, wenn der Hagelschauer über uns hinweg gezogen ist. Zu groß wäre das Verletzungsrisiko für unsere Helfer gewesen.

Alarm

Und der erste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten. Noch während den letzten Minuten, in denen das Unwetter über uns war, alarmierte die Rettungsleitstelle uns nach Dießen, um dort einem in Seenot geratenen Boot zu Hilfe zu eilen. Darauf folgten noch einige weitere Alarmierungen für uns und alle anderen Rettungskräfte am See. Primär ging es in diesen ersten Minuten nur darum, verunglückte Menschen vom See zu retten. Außerdem wurden parallel einige vom Hagel verletzte Personen an den verschiedene Wasserwacht-Stationen Erstversorgt.

Nach dem Sturm ist vor den Bergungen

Als diese Aufgaben erfolgreich abgeschlossen waren, konnten die Wasserwachten den vielen gekenterten und havarierten Seglern bei der Bergung ihrer Boote helfen. So waren wir gemeinsam mit der Feuerwehr Dießen noch bis in die späten Abendstunden hin beschäftigt, um ein Boot zu bergen, das in Herrsching neben dem Dampfersteg Leck geschlagen und auf Grund gelaufen war.

Bergung des verunglückten Segelbootes.
Das geborgene Boot am Kran des Herrschinger Segelclubs
Geschafft: Nach einer mehrstündigen Bergung kann das Segelboot aus dem Wasser gehoben werden.

Einsetzende

Gegen 22:00 Uhr konnte auch dieser letzte Einsatz abgeschlossen werden und die Einsatzkräfte konnten sich erschöpft auf den Weg nach Hause machen. Dabei mussten allerdings einige unserer Helfer feststellen, dass deren Fahrzeuge durch den Hagel derart beschädigt waren, dass diese teilweise nicht mehr fahrbereit waren.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen anderen Einsatzkräften für die ausgezeichnete Zusammenarbeit bedanken und wünschen allen, die von den Hagelschäden betroffen sind, viel Kraft!

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