Aktuelle Nachrichten

Ein Leben retten

Aktion am Uttinger Bahnhof

Anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ vom 17. bis 23.09.2018 initiierte die Wasserwacht Utting am 18.09.2018 einen Aktionstag unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ im Uttinger Bahnhof.

Mit dem öffentlichen Reanimationstraining im Bahnhof setzt die Wasserwacht ein Zeichen: Reanimation ist einfach. Jeder kann ein Leben retten! „Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen – deshalb sollte auch jeder in der Lage sein, im Notfall einfache und lebensrettende Sofortmaßnahmen zu ergreifen“, erklärt Dr. Birgit Bachl, örtliche Wasserwacht-Notärztin. Die Hemmschwelle jemand Fremden zu helfen, ist noch einmal höher als bei Personen aus dem persönlichen Umfeld. Insgesamt beteiligten sich knapp 50 Personen und erhielten ein kostenfreies Reanimationstraining. Viele waren neugierig, schauten zu und wollten letztendlich ihre Reanimationsfähigkeiten selbst auffrischen!“, erzählt Frederik Riedel, stellv. technischer Leiter der Ortsgruppe. Die Aktion in Utting hat das Bewusstsein für Erste Hilfe geschärft und zum Handeln im Notfall motiviert.

Zwar sind die Fälle, in denen einfache, aber lebensrettende Maßnahmen ergriffen werden, seit Einführung der „Woche der Wiederbelebung von 17 auf 40,6 % angestiegen. Dennoch ist die Helferquote in Deutschland im internationalen Vergleich zu gering. Die Mund-zu-Mund-Beatmung, vor der sich viele ekeln, ist bei der Wiederbelebung zweitrangig: Mit einer Herz-Druck-Massage werden Gehirn und Organe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ausreichend mit Sauerstoff versorgt. „Durch eine regelmäßig stattfindende „Woche der Wiederbelebung“ können wir sicherlich dazu beitragen, die Wiederbelebungsquote in Deutschland zu erhöhen“, so die Notfallmedizinerin Bachl. 

Die lebensrettende Devise lautet „Prüfen. Rufen. Drücken!“: Prüfen, ob die Person noch atmet. Unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 den Rettungsdienst rufen. Fest und mindestens 100 Mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft. „Mit der Erhöhung der Wiederbelebungsrate durch Laienhelfer könnten in Deutschland jährlich ca. 5.000 Menschenleben gerettet werden“, sagt Dr. Bachl. So werden Hemmschwellen in der Bevölkerung vor der Ersten Hilfe abgebaut und die Wiederbelebungsrate in Deutschland gesteigert. „Denn Reanimation ist einfach – Jeder kann ein Leben retten!“, fasst Frederik Riedel zusammen.

Foto: Linus Kohl

Grafik: BDA/DGAI

Auch unter der Woche im Dienst

Mehrere Einsätze für die Uttinger Wasserretter

Dank Urlaub und Schichtdienst hatten zwei Mitglieder unserer Ortsgruppe am heutigen Dienstag frei. Sie machten daher spontan Dienst an der Wasserrettungsstation im Uttinger Freizeitgelände.
Gegen 12:30 Uhr klingelte dann der Piepser. Die mobile Schnelleinsatzgruppe (SEG) der Wasserwacht Schondorf wurde an den Wörthsee zu einer Vermisstensuche alarmiert, dabei rückten die Uttinger in der SEG Schondorf als Signalmänner (Leinenfürer für die Rettungstaucher) aus. Gemeldet waren zwei treibende SUP-Boards, weshalb zwei möglicherweise verunglückte Wassersportler gesucht wurden. Nachdem der See eine knappe Stunde durch mehrere Rettungsboote und einen Hubschrauber abgesucht wurde, stellte sich heraus, dass die beiden Surfbretter bei einem örtlichen Segelclub abgetrieben waren. Folglich wurde die Suche eingestellt. Die Einsatzkräfte konnten einrücken und unsere Helfer besetzten wieder die Station am Uttinger Campingplatz.
Dort verletzte sich im Laufe des Nachmittags ein Junge beim Sprung ins seichte Wasser am Kopf. Die Uttinger Wasserretter versorgten ihn und übergaben ihn an seine Eltern, die umgehend mit ihm ins Krankenhaus fuhren.

Was tun, wenn die Stationen gerade nicht besetzt sind?

Die Wasserwacht versieht ihren Dienst rein ehrenamtlich. Unsere Stationen werden normalerweise im Sommer an Wochenenden und Feiertagen besetzt. Zusätzlich auch immer wieder unter der Woche, wenn unsere Helfer entsprechend von ihrer eigentlichen Arbeit frei haben.
Natürlich können Sie uns in Notfällen auch immer rufen, wenn unsere Stationen nicht besetzt sind. Dann wählen Sie einfach den Notruf 112 und wir werden sofort durch die Rettungsleitstelle alarmiert. Unsere Einsatzkräfte werden per Piepser und SMS über den Alarm informiert und rücken so zu jeder Tages- und Nachtzeit innerhalb weniger Minuten aus um Ihnen schnellstmöglich zu helfen.
Dafür werden die Wasserwachtler – genau wie bei der freiwilligen Feuerwehr auch – von ihrer Arbeit freigestellt um zu helfen. So ist sichergestellt, dass im Notfall auch tagsüber genügend Einsatzkräfte kommen.

Jugendhüttenlager 2018

Gemeinsame Ferienfreizeit mit der Wasserwacht Eching

Vom 27.07 bis 30.7 fuhr unsere Jugendgruppe gemeinsam mit der Jugend der Wasserwacht Ortsgruppe Eching ins Ferienlager zur „Freizeit- und Bildungsstätte der Falken“ nach Sonthofen.

Los ging es am Freitag um 14:00 Uhr am Echinger Rathaus. Dort trafen sich die beiden Jugendgruppen und verteilten sich auf die Autos der Betreuer um sich gemeinsam auf den Weg nach Sonthofen zu machen.
Dort angekommen verteilten sich die Kinder und Jugendlichen auf die sieben Blockhütten mit jeweils vier oder sechs Betten. Nach einer kurzen Führung über das Gelände, wurden gemeinsam die Regeln für das Hüttenlager aufgestellt und zu Abend gegessen.
Am nächsten Morgen machte sich die Gruppe nach dem Frühstück zu Fuß auf den Weg zum Rathausplatz.

Dort ging es mit dem „Erzgrubenbähnle“ – einem als Eisenbahn verkleideten Traktor mit zwei großen „Wagons“ – durch die schöne Allgäuer Voralpenlandschaft bis hinauf zur Erzgrube am Grünten. Kaum angekommen, ging es auch schon weiter mit einer geführten Tour in die ehemaligen Gruben „Theresiengrube, Andreas Tagebau und Alte Anna“.
Am Nachmittag standen sportliche Aktivitäten wie Schwimmen im nahegelegenen Baggersee und Völkerball an.
Nach dem Abendessen betrachteten die Jugendgruppen gemeinsam den Blutmond.

Besuch beim THW

Der dritte Tag sah nach dem gemeinsamen Baden und Spielen am Wasser eine Besichtigung des Technischen Hilfswerks (THW) in Sonthofen vor. Dort wurden uns die Räumlichkeiten sowie die Fahrzeuge gezeigt, sowie die Grundlagen der ehrenamtlichen Arbeit im THW erklärt. Den letzten Abend des Hüttenlagers ließen die Wasserwachten gemeinsam bei Spielen, Süßigkeiten und Musik am Feuer ausklingen.

Der vierte und zugleich letzte Tag wurde ebenfalls mit Schwimmen am Baggersee verbracht, bevor es gegen halb drei wieder zurück zu den Autos ging um wieder Nachhause aufzubrechen.

Im Nachhinein blicken wir Betreuer auf ein sehr erfolgreiches und unterhaltsames Ferienlager zurück und freuen uns schon jetzt, auch im nächsten Jahr wieder mit unseren beiden Jugendgruppen zu verreisen.

Verunglückter Segler gefunden

Gemeinsame Bergung mit Wasserschutzpolizei

Am Montag, den 2. Juli, führte die Wasserschutzpolizei Dießen, gemeinsam mit Spezailkräften der Polizei aus Prien am Chiemsee, der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck und einem privaten Tauchunternehmen die Bergung des zehn Tage vorher ertrunkenen Seglers durch. Dieser war bei einem schweren Unwetter nach der Kenterung seines Segelbootes untergegangen.
Für die Bergung wurde ein spezieller Tauchroboter eingesetzt. Mit diesem konnte der Leichnam, der in einer Tiefe von circa 60 Metern auf dem Grund des Ammersees lag, an die Wasseroberfläche gehoben werden. Dort wurde er anschließend mit der Unterstützung von zwei Uttinger Wasserrettern auf das Dießener Polizeiboot WSP 7 geborgen. Anschließend konnte der Verstorbene am Dampfersteg Holzhausen an Land gebracht werden.

Erfolgreicher Lehrgangsabschluss

15 Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst ausgebildet

Am heutigen Montagabend legten 15 Anwärter aus dem gesamten Landkreis erfolgreich die Prüfung zum Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst ab. Wesentliche Bestandteile des Lehrgangs sind die Herz-Lungen-Wiederbelebung, die Anwenderschulung Frühdebrillation, die erweiterte Handlungskompetenz beim Ertrinkungsunfall und Grundlagen der Psychosozialen Notfallnachsorge.

Bilder vom Praxistag am Ammersee:

Was macht eigentlich die Wasserwacht?

Uttinger Grundschüler besuchen die Uttinger Wasserretter

Im Rahmen  der anstehenden Projektwoche zum Thema „Heimat“ besuchten die fünf Klassen der Uttinger Grundschule mit  rund 80 Kindern unsere Wasserrettungsstation am Sprungturm, um sich über die Aufgabengebiete und Vorgehensweisen der Wasserwachten am Ammersee zu informieren.

Da der Sommer vor der Tür steht, ist der Ammersee neben der Fußball  Weltmeisterschaft ein zentrales Thema für die ortsansässigen Kinder. Oftmals geht es bei den jungen Besuchern darum, wer sich mit wem zum Schwimmen verabredet oder von welcher Höhe man sich traut vom Sprungturm zu springen.

Diese Klassenstufenübergreifende Begeisterung für den Ammersee lies sich gut nutzen, um den Kindern die Arbeit der Wasserwacht näher zu bringen. Mit den Gefahren des Ammersees und der Sicherheit auf und im Wasser haben sich die meisten Kinder jedoch noch kaum beschäftigt, doch die spannenden und abwechslungsreichen Aufgaben der Wasserwacht am Ammersee faszinierten die Grundschüler durchaus.

Die Schüler bekamen von vier erfahrenen aktiven Mitgliedern der uttinger Ortsgruppe die Rettungsausrüstung sowie das Motorrettungsboot gezeigt, sie lernten die Grundlagen der Wasserwacht und der Wasserrettung kennen.

Insgesamt war es ein spannender und informationsreicher Vormittag für alle Beteiligten.

Auf Sprungunfälle vorbereitet

Patientengerechte Rettung aus dem Wasser

Die Gemeinde Utting ist bekannt für das schöne Strandbad mit dem knapp zehn Meter hohen Sprungturm. Glücklicherweise passieren hier nur sehr selten ernsthafte Unfälle. Doch egal welche präventiven Maßnahmen an einer Sprunganlage veranlasst werden, so bleibt ein gewisses Risiko, dass ein Unfall passiert. Ebenso besteht bei fast allen Stegen am Ammersee die Gefahr, dass ein Badender die Wassertiefe unterschätzt und sich bei einem Sprung ins zu seichte Wasser verletzt. Bei derartigen Unfällen besteht stets das Risiko einer Verletzung am Kopf oder an der Wirbelsäule.
Um auf diese Szenarien vorbereitet zu sein und im Ernstfall optimal reagieren zu können, übten die Uttinger Wasserretter am vergangenen Wochenende die patientengerechte Wasserrettung nach Holger De Vries und Christine Schüler. Dabei wird wie folgt vorgegangen (Zusammenfassung):

  1. Anschwimmen und Ansprechen des Patienten
  2. Umdrehen des Patienten mittels C-Klemmgriff oder Armklemmgriff (nur bei geringer Wassertiefe)
  3. Transport des Patienten ins bauchtiefe Wasser
  4. Anlegen der Halskrause (Stifneck)
  5. Immobilisation mittels Spineboard
  6. Anlandbringen des Verunfallten
  7. Übergabe an den Landrettungsdienst

Anschwimmen des Patienten und achsengerechtes Drehen.

Im bauchtiefen Wasser wird der Patient vom Team mit dem Spineboard übernommen.

Die Halswirbelsäule wird mit Hilfe eines Stifnecks stabilisiert.

Anschließend wird der Patient mit den Gurten und Headblocks auf dem Spineboard immobilisiert.

Auf dem Spineboard kann der Patient nun schonend ans Ufer getragen werden.

Auch wenn unsere Rettungskräfte bestens vorbereitet sind, hoffen wir auf eine unfallfreie Saison im Uttinger Strandbad.

 

Quelle: Dr.-Ing. De Vries, Prof. Dr. med. Schüler: „Patientengerechte Rettung aus dem Wasser“

Ausbildung, Wachdienst und Maifest

Viele Veranstaltungen fordern Wasserwacht Utting

Ein intensives und langes Wochenende liegt hinter den aktiven der Uttinger Wasserwacht. Am Samstag, den 28.04. wurden zwei erfahrene Bootsführer zu Praxisanleitern für den Bootsdienst ausgebildet. Bei dem Kurs in Schondorf wurden ihnen die entscheidenden Details für die Ausbildung neuer Bootsführer vermittelt. Parallel war die Wasserrettungsstation im Strandbad natürlich an dem gesamten Wochenende, sowie am ersten Mai besetzt. Die Einsatzkräfte arbeiteten dabei mehrere Einsätze ab.

Maifest

Samstagabend begann außerdem noch das Uttinger Maifest, auf dem wir bis Montag spätabends den Ausschank besetzten. Zusätzlich gestalteten wir am Sonntag den Nachmittag den Tag der Vereine mit, indem wir Kinderschminken anboten und die Arbeit der Wasserwacht vorstellten. Diese stand ganz im Zeichen des Notrufs 112, da es uns ein großes Anliegen ist, das Bewusstsein für den europaweit einheitlichen Notruf zu stärken. So ist leider unter vielen Wassersportlern und Ammersee-Freunden nicht bekannt, dass im Falle eines medizinischen Notfalls immer Hilfe kommt – und das unabhängig davon, ob man gerade in den Bergen, zuhause oder auf dem See ist.

Fortbildung für die integrierte Leitstelle

Wir unterstützen die Kreis-Wasserwacht Landsberg bei einer Fortbildung für Disponenten

An einem sonnigen Freitagmittag trafen sich einige Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle Fürstenfeldbruck (ILS) zur Fortbildung am Ammersee mit der Kreis-Wasserwacht Landsberg. Die ILS ist unter der Notrufnummern 112 erreichbar und damit nicht nur für die Alarmierung der Feuerwehr und des Landrettungsdienstes zuständig, sondern auch für die Einsatzkräfte auf dem Wasser.

Nach einem internen fachlichen Input in der ILS erfuhren die Mitarbeiter der ILS von Siegfried Dumbsky, Maurizio Kaiser und Christoph Ruml die Besonderheiten der Wasserrettung am Ammersee und im Landsberger Landkreis. Besonders die gute Zusammenarbeit zwischen der ILS und den Wasserwachten sollte dabei gestärkt und vertieft werden.

Nach dem theoretischen Teil in der Wasserrettungsstation Schondorf fuhren die Disponenten mit Clemens Kalinowski und Frederik Riedel eine Runde um den See und sahen sich einige Ammersee-Eigenheiten und Einsatzschwerpunkte an. Dabei wurden auch die Übergabestellen an den Landrettungsdienst besprochen.

In Dießen kehrten die Leitstellenmitarbeiter noch an der Wasserwacht-Station ein. Hier hatten die Disponenten noch die Möglichkeit Thomas Forstner als weiteren Einsatzleiter Wasserrettung kennen zu lernen und sich die Unterschiede zwischen einem Propeller- und Jet-Boot anzusehen.

Ein rundum gelungener Tag, der die eh sehr positive Zusammenarbeit zwischen der ILS und den Wasserwachten noch weiter stärken wird.

Hand in Hand

Spontane Zusammenarbeit mit Schweizer Rettern in Utting

Bei bestem Wetter waren zwei Rettungssanitäter der Wasserwacht Utting auf ein erstes Eis an der Uttinger Uferpromenade verabredet. Durch Passanten wurden die beiden auf eine Person am Dampfersteg mit einem medizinischen Problem aufmerksam.

Die Wasserwachtler ließen umgehend ihr Eis zurück und halfen sofort der Person. Im selben Moment trafen zwei zufällig anwesende Rettungssanitäter aus der Schweiz ein. Gemeinsam begann das multinationale Helferteam mit der Versorgung des Patienten, während eine Helferin der Wasserwacht Utting direkt medizinisches Material zur Bestimmung von Vitalparametern aus der nahegelegenen Wasserrettungsstation im Strandbad holte. Passanten hatten bereits vorbildlich den Notruf abgesetzt. Nach kurzer Lagebeurteilung durch die fachkundigen Einsatzkräfte wurde auch ein Notarzt nachbestellt. Gemeinsam mit den Schweizer Rettern unterstützten die Uttinger den örtlichen Landrettungsdienst und Notarzt bei seiner Arbeit.

Anhand von einheitlichen Schemata zur Abarbeitung von Notfällen konnten die schweizer und deutschen Helfer perfekt zusammenarbeiten.


Symbolbild